Das Üben der Makiwara TechnikIm Umgang mit dem Makiwara (Holz und Stroh) muss man ganz viel Sorgfalt walten lassen, da man sich bei falscher Handhabung Verletzungen zuziehen kann. 'Ein Brett schlägt nicht zurück', sollte man meinen - aber es tut es doch, und das mit gewaltiger Kraft. Das Resultat kann man bestaunen, wenn man sich die Hände und Füße mancher ungeübter Karateka nach einer so genannten Makiwara-Übung anschaut. Hier geht es nicht um unvermeidliche kleine Hautschäden. Es bedarf einer bestimmten Technik, damit man sich keine Verletzungen in den Gelenken und an den Knöcheln zuzieht. Oft sage ich zu meinen Schülern: Die richtige Makiwara Technik zu üben, erfordert viel Geduld und innere Stärke. Man muss sich langsam über die richtige Technik, erst mit wenigen Fauststößen, Schlägen, Block- und Wechseltechniken an die regelmäßige Übung mit dem Makiwara gewöhnen. Später sollte man sich langsam auf ca 200 Schläge pro Tag und Hand steigern. Genauso wie man Schläge und Stöße mit den Händen am Makiwara übt, so übt man auch die Tritte an diesem Hilfsgerät. Am Makiwara bildet und stählt man aber nicht nur seine Gliedmaßen, oder seinen ganzen Körper - man stärkt vor allem seinen Geist. Ist die Technik beim Üben mit dem Makiwara falsch, schlägt das Makiwara zurück und man trägt eine Verletzung davon und muss bis zur vollständigen Ausheilung pausieren. Die Übung am Makiwara dient nichts anderem, als in einem inneren Kampf um das eigene 'ich' zu siegen. Aber um wirklich zu siegen, bedarf es der Selbstannahme des Ichs - der Übende muss sich selbst erkennen und sich des eigenen Daseins bewusst werden. Die Frage, die sich in diesem Ringen um das eigene Selbst ergibt, lautet jedoch nicht etwa 'Wer bin ich?', sondern 'Was bin ich?'. Aber darüber muss man an dieser Stelle nicht unbedingt schriftlich philosophieren. 'Viel Makiwara zu üben, bedeutet viele Schmerzen,
Bilder zur Übung am Makiwara
Technik Index
Makiwara im Europäischen Zentrum für Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo in Düsseldorf |